kleine Notizen eben

Samstag, 28. März 2009

Achtung Sommerzeit


Hab's vorhin in den Nachrichten gehört. War noch gar nicht drauf gefaßt.Spring forward,
fall back.
Also ist die Nacht eine Stunde kürzer. Hol ich mir, so Gott will, im Herbst zurück.

Donnerstag, 6. März 2008

Der Paß ist der

Der Paß ist der edelste Teil von einem Menschen.
Bertolt Brecht, Flüchtlingsgespräche

Ich kann das bestätigen, denn mir wurde jahrelang ein Paß verweigert.

In einem Newsletter von e8ay habe ich eben gelesen:Durchschnittlich besitzt jeder Deutsche
16,1 wertvolle Dinge.
Und ich habe mir gesagt: Ich habe noch nie gezählt, wieviele wertvolle Dinge ich besitze. Um die zählen können, müßte ich ja unterscheiden können: Wertvolles Ding, kein wertvolles Ding. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, meinen Paß bei e8ay anzubieten. Auch nicht meinen alten Fremdenpaß.

Donnerstag, 28. Februar 2008

Die Nigeria-Connection


..., was ist das eigentlich?

Vorschussbetrug (de.wikipedia.org) -- weitere Links dort --
About 419 fraud • Links (419.bittenus.com)
Dossier Heiße Post aus Nigeria (DER SPIEGEL)
So many frauds, so few birthdays (www.viruslist.com)
Freispruch für Amsterdamer "Nigeria-Connection" (heise online)

Eben habe ich nämlich eine e-mail bekommen von dem Sohn eines früheren bedeutenden Kakao-Händlers aus der Elfenbeinküste, der mich bat, für ihn 10,5 Millionen US-Dollar auf meinem Konto zu empfangen, damit er weiter investieren kann. Gut, US-Dollars sind immer noch bißchen härter als russische Rubel. Aber ich zögerte, und habe die e-mail hart gelöscht. Jetzt ist die Millionen-Chance weg, wie so viele andere, die ich ignoriert habe...

Samstag, 6. Oktober 2007

Widerlich, Alptraum

Yvonne Catterfeld auf dem Computer spielen zu haben, ohne zu wissen, wie man das wieder stoppen kann. Im Task-Manager ist kein Programm und kein Prozeß zu sehen, die für diese Audio-Wiedergabe in Frage kommen könnten.

Dieses Gehaatsche, dieses „Du bist ein Mann, Du hast alles falsch gemacht. Ändere Dich, so wie ich es will.”

Dazu dieses Ich-bin-so-sauber, das ihre offiziellen Fotographien ausstrahlen.

Da braucht sie nicht mit Sinnlichkeit und Liebesspielen und Ewigkeit zu kommen, das paßt dann nicht.

Ich erinnere mich an den Sponge-Bob-Film, den ich mit einer seit langem vermißten twoday-Bloggerin im Kino gesehen habe (oooh, wo bist Du). Da kam ein Anruf, er lief auf den Anrufbeantworter, er war kompromittierend, und der Falsche war anwesend und hörte alles mit. Der AB wurde an die Wand geworfen, er kompromittierte immer weiter. Das Grauen war unzerstörbar.

So ungefähr.

Dienstag, 21. August 2007

Heißes Schwein und lauwarmes Bier


Der Imbiß, wo ich jahrelang nur vorbeigelaufen bin, ist hörbar türkisch.

Aber also türkisch?

Ich, von einem Verlangen getrieben, rein und: „Einen Hähnchen-Rollo, bitte”. - „Das ist Schwein.” [Das ist !!Schwein!!, hat er gesagt.] - „Ja, ist in Ordnung. Mit allem, bitte.” (Schwein kann ich jedenfalls meinem Kater nicht geben.) Nachher: „Und ein großes B*ck's, bitte, wenn Sie haben, ungekühlt.” - „Ja, haben wir. - Kalt?” - „Nein, nicht kalt.” - „Sie meinen: Draußen ist es kalt genug?” - (Draußen war es kalt genug, aber:) „Nein, ich trink das immer so.”

Und nun kommt das Beste: Der Chef legt den heißen Rollo mit der ach so warmen Flasch Bier in den Beutel...

Donnerstag, 5. Juli 2007

Der ärmliche Fluch des Zigeuners


Ich habe wohl schon berichtet, daß ich meinen Kater ans Geschirr nehme und mit ihm in einem wildparkartigen Gelände spazieren gehe.

Er ist den ganzen Tag alleine in einer kleinen Wohnung, da kann er mal bißchen Natur vertragen.

So waren wir etwa 1½ Stunden draußen, dann war die Zeit gekommen, ihn in den Korb zu sperren und wieder nach Hause zu tragen.

Schon immer habe ich damit gerechnet, daß mich jemand beargwöhnt. Der böse Katzenfänger und so. Die Argumente sind aber auf meiner Seite.

Ich also froh über den schönen naturnahen Abend, schlender mit dem Pelztier im Kasten am See lang. Da fährt ein junges Mondgesicht mit deutschrussischem Akzent neben mir her: „Wovor laufen Sie weg?” - „Was?!” - „Wovor laufen Sie weg? Was haben Sie da?” - „Meinen Kater.” - „Darf ich mal sehen?” - [*zeig*] - „Auf der anderen Seite [der Autobahnbrücke] wartet schon die Polizei.” und fährt seitwärts seiner Wege. Ich ruf ihm noch hinterher: „Aber gerne!” So ein Spinner. So ein selbsternannter 007.

Ich also erwartungsfroh über die Brücke, in der Hoffnung, daß mir die Bremer Polizei, von der ich eine gute Meinung habe, endlich das Du anbieten wird. Aber sie konnten einen Fußgänger mit 4 km/h nicht finden. Enttäuscht nach Hause geschlappt. Fast hätte ich auf der Wache angerufen und für diesen Idioten um Entschuldigung gebeten.

Buchstäblich seit meiner Jugend ist mir niemand mehr mit dieser Nummer gekommen.

Verläßt Ratte Schiff?


Hier kann ich mich ja relativ frei äußern.

Im Juni habe ich 116 Überstunden geschoben, um jemand seinen Arsch zu retten. Dachte ich.

Wenn ein Patient will, daß er gesund wird und der Arzt sagt: „Luft anhalten” oder „Das tut jetzt bißchen weh” oder „Wir hams gleich überstanden” und der Patient schreit „Intressiert mich nicht” und geht seiner Wege, was soll der Doc dann machen? Kopf schütteln. Wird der den noch mal in seine Sprechstunde lassen? Wird er sein Honorar sehen?

So ähnlich geht es mir jetzt. Heute wurde mir etwas gesagt, das zu weit geht.

Was soll ich nun machen? Bleiben oder abspringen? In dem Laden bleibt man lange oder kurz. Ich habe es immerhin auf beachtliche vier Monate gebracht. Jedoch ich bin kein Masochist. Irrtum.

Ich bin eher autoritätshörig, also unterwürfig, aber hier muß ich wohl mal pokern. Angeblich sind Buchhalter jetzt sehr gefragt. Arbeitsmarkt sondieren. Zwischenzeugnis verlangen, hähä. Beziehungen nutzen. Was Bessres als einen 14-Stunden-Tag findest du überall, heißt es in einem alten Bremer Volksmärchen. Oder so ähnlich.

Heute bin ich vertragsgemäß 17 Uhr gegangen. Was für ein Gefühl, draußen im Sonnenschein rumzulaufen. Man kommt sich geradezu asozial vor.

Dienstag, 26. Juni 2007

Lachen oder weinen?


Ich habe hier mehrfach über eine eigentlich nicht zu bewältigende Aufgabe berichtet.

Ich habe mein Orchester über einen Monat nicht gesehen. Ich habe einem der Menschen, die ich am meisten liebe auf der Welt, zweimal die gemeinsame Zeit abgesagt. Es gab seit Wochen keinen einzigen Tag, an dem ich nicht am Arbeitsplatz war. Es ist nicht, daß ich es nicht kann, aber die Dresdner Frauenkirche wurde auch nicht in einem Vierteljahr und für wenig Geld wieder aufgebaut. (Meine Meinung ist, die Ruine hätte zur Mahnung so bleiben sollen.)

Letzte Nacht war ich bis 3:30 Uhr im Büro, und auf wundersame Weise war so was wie das Dresdner Frauenkapellchen erstanden.

Mit dem Taxi nach Hause (der Fahrer dachte, ich fahre zur Arbeit :-)=), zwei Stunden geschlafen.

Zur Arbeit, neun Stunden dagewesen ohne durchzuhängen (wie ist das biologisch zu erklären?), und der Chef wollte das Ergebnis meiner Maloche nicht sehen, rief mich nur einmal wegen einer Belanglosigkeit.

Bin ich nun enttäuscht, oder bin ich erleichtert? Kommt morgen die nächste Welle?

Sonntag, 17. Juni 2007

Nicht so gut


... wenn man in der Probezeit einen Vermögensschaden in vierstelliger Höhe verursacht.

Dienstag, 12. Juni 2007

Ungleich verteilt


Es gibt Menschen, die sind so eingespannt, daß sie ein halbes Jahr lang nicht dazukommen, sich die Haare schneiden zu lassen.

Daß ich Ende Februar erst beim Meister war, gilt nicht so richtig, denn seitdem ich wieder unter Dienstvertrag stehe, ist dieser Wunsch bei mir auch offengeblieben.

Freitag ist hoffentlich Geld da...

Mein Blog ist wie ich.

                                                Bier. Inbrunst. Trauer.

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