Psycho bzw. Ego

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Wünsche einen guten Rutsch


Es war kein schlechtes Jahr. Will mich nicht beschweren.

Außergewöhnlich ist es schon, daß ich ganz alleine feiere. Von drei möglichen Arten zu feiern hat sich die am wenigsten wahrscheinliche verwirklicht. Werde mir jetzt eine DVD reintun und um Mitternacht werde ich die Situation nutzen, daß ich ausnahmsweise zu Hause bin, und werde fotografieren.

Ich wünsche allen, die das lesen, alles Gute für 2009.

Besonders freue ich mich, daß wvs nach mir geschaut hat.

Montag, 28. Juli 2008

Heute nun also


Auf Arbeit sitze ich den ganzen Tag vor dem Computer. Zu Hause sitze ich den ganzen Abend vor dem Computer.

Schon seit letztem Oktober habe ich den Wunsch, mich sportlich, speziell: in einem Fitness-Center, zu betätigen. Nun endlich kann ich es mir leisten. Ob ich es mir an einer der besten Adressen in Bremen leisten kann, wird sich zeigen.

Bin da also heute Abend reinmarschiert mit den Worten: "Ich möcht was für meine Fitness tun. Wollt mich mal erkundigen. War auch schon auf Ihrer Website, da sind leider keine Preise genannt." Antwort: "Ja, ich weiß." (O - oh, das wird teuer. Geld spielt keine Rolex.)

Nach einem Telefonat des Tresens mit „den Trainern” empfing mich ein jung-dynamisches weibliches Wesen am oberen Ende der Treppe und sagte sofort Du zu mir (ich wurde damit auf extrem unjapanische und unbritische Weise umgewalzt).

Immerhin führte sie mich schon unter die Kuppel, an den Ort des Geschehens, und fesselte mich so mit ihren sportlichen Kurzhaar-Fragen, daß ich gar nicht schauen konnte, was da so für Mädels am Schwitzen sind...

Jedenfalls hab ich ein Date mir ihr, am Donnerstag, nach meinem Feierabend. Vielleicht fühlt sie mir ja den Puls und sagt: „Langsaam.”

Beim Abschied sagte sie schon tubi zu mir (Name leicht geändert ;-) ...

Samstag, 7. Juni 2008

Jetzt isses zwar zu spät


Eines der besten Musikvideos, die ich kenne:
Tic Tac Toe, Verpiß dich
Das ist keine Eintagsfliege. Das bleibt.


Samstag, 3. Mai 2008

Eine der wichtigsten Frauen

... in meinem Leben: Janis Joplin.

Erst jetzt bekomme ich, dank YouTube, bewegte Bilder von ihr zu sehen. Unverständlicherweise ist sie nicht in den Woodstock-Film einbezogen worden.

Janis Joplin goes home




Sonntag, 30. Dezember 2007

Fast vergessen, sofort wieder da


Im Radio haben sie Child In Time von Deep Purple gesendet. Fast die gesamten 10:17 min.

Seit ewigen Zeiten nicht mehr gehört. Und doch war bei den ersten Klängen sofort alles wieder da. 1977. Ich hatte kurz zuvor meinen ersten Radio-Kassettenrecorder geschenkt bekommen. Der Berliner Rundfunk brachte über mehrere Nächte eine Sendereihe, wo das Spektrum der damaligen Pop-, Rock- und Soulmusik extra zum Mitschneiden gesendet wurde. Playlisten auf dem Postweg. Habe heimlich alles gehört und viel aufgenommen. Die Kassetten habe ich heute noch. Ich war 15, und das war eh ein heißes Jahr damals, sowohl was die deutsch-deutsche Geschichte als auch was meine persönliche Entwicklung betrifft, die genau ab jener Zeit so erheblich blockiert wurde, daß ich das bis heute nicht wieder aufholen konnte. Ich kann es nie wieder aufholen in diesem Leben.

Jetzt werde ich mal schauen, daß ich mir eine kleine Deep-Purple-Sammlung zulege. Denn das kann ich aufholen!!

Freitag, 19. Oktober 2007

Ich hause.


„Deine Wohnung ist bestimmt ganz ordentlich.”
„Nein, ganz bestimmt nicht!”
„Du bist ein Ordentlicher.”
„Jetzt wirklich. Du machst dir keine Vorstellung.”
„???”
„Es ist so. Staubsaugen tu ich nur ein paarmal im Jahr.”
„€:-0”

Mittwoch, 13. Juni 2007

Maßstabsverzerrungen


Vor sieben Jahren habe ich den bestbezahlten Job meines Lebens aufgegeben (ungelernte Helfer-Tätigkeit bei einem in Seattle ansässigen, vor 100 Jahren gegründeten Paketzustellunternehmen), weil es mir nicht gepaßt hat, mit einer 43-Stunden-Woche rauszugehen. Jetzt habe ich so was wie eine 53-Stunden-Woche. Ein deutscher Militärarzt würde mich beneiden. Aber ich komme mir vor, als hätte ich Urlaub, wenn ich schon nach 9 Stunden zur Tür rausgehe.

„Wie, du sitzt hier und ißt?”
„Ja, in meinem Arbeitsvertrag steht eine Frühstückspause.”
„Also ich esse immer am Arbeitsplatz.”
„Dafür gibt es auch Tage, wo ich nur 20 Minuten Pause mache.”
„Was, 20 Minuten?!”
„Ja, ich weiß, ich verderb hier die Sitten.”

Ich muß aber sagen, daß die Kollegen so in Ordnung sind, mit denen kann man Pferde stehlen.

Ich bin ja noch in dem erwähnten Projekt, und der Chef rief mich an, hat mich mit sanfter Stimme gelobt (was einen aufrichtigen Kern haben muß) und mir einen zusätzlichen Tag für die deadline gegeben. Ich habe mich gefreut.

So verschieben sich die Maßstäbe.

Vielleicht habe ich das schon mal erwähnt, dort zu arbeiten ist kein Job, sondern eine Lebensweise.

Alles wird gut.

Dienstag, 12. Juni 2007

Jedenfalls habe ich heute Abend


... einen Igel über die Straße laufen sehen und eine junge, neugierige Hündin gestreichelt und mit einer schwarzweißen Katze gesprochen und die Vögel zwitschern hören, während ich meinem Bier frönte.

Damit man nicht ganz zum Roboter wird.

Sonntag, 3. Juni 2007

Krieg ich das hin?


Mein Chef sagt mir Freitag Abend: „Das muß bis zum 15. Juni fertig sein, und wenn Sie Tag und Nacht arbeiten müssen.”

Seit einem Vierteljahr sitze ich über der Aufgabe. Es geht um viel. Glücklicherweise habe ich bis Mitte Juni keine anderen wirklich erheblichen Verpflichtungen.

Ich wünschte, es wäre der 15. und alles wäre erledigt. Wenigstens ist es eine reizvolle Arbeit.

Bei der Gelegentheit bitte ich um Beachtung für eine neue Bloggerin in der Runde, die bis 20. Juni ein mit hohem Einsatz versehenes Ziel erreichen möchte: Begrüßt bitte etoile in unserer Runde.

Mittwoch, 24. Januar 2007

Die Menschen sind schlecht


Da strandet ein Schiff, und schon wird hemmungslos geplündert. Gibt es Prinzipienfestigkeit unter den Menschen?

Ich bin der Meinung, stelle einen Diktator an die Spitze, und schon ist massenweise Niedertracht im Volke da. Sie ist auch jetzt da. Sie schlummert.

Da gebe ich mich keinen Illusionen hin. Deswegen lieber eine Demokratie mit Unzulänglichkeiten als keine Demokratie.

Aber für den Alltag bin ich der Meinung: Vorbeugend gemein sein, bevor andere es tun und mir schaden. Wenn ich mich nicht vordrängle: den, der es tut, interessiert das nicht.

Mein Blog ist wie ich.

                                                Bier. Inbrunst. Trauer.

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